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| Fußball:
(SC Freiburg) |
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Jubel bei SC-Frauen
Am Sonntagnachmittag gewannen die Frauen des SC Freiburg im Stadion "Am Kieselhumes" die Achtelfinalbegegnung gegen den 1. FC Saarbrücken mit 2:1 (2:1) und schalteten damit die Vorjahresfinalisten aus. Für den SC Freiburg trafen Nadine Enoch und Merza Julevic. Die zwischenzeitliche Führung für Saarbrücken erzielte Lisa Schwaab. Personell konnte Trainer Günter Rommel fast aus dem Vollen schöpfen, die Langzeitverletzte Nicole Söder (Kreuzband) fehlte und die wieder genesenen Julia Zirnstein und Stéphanie Wendlinger fuhren mit der Reserve nach Faurndau, wo sie in der Oberliga zum Einsatz kamen. Doch im Vergleich zum Spiel gegen Jena hatte Rommel sowieso keinen Anlass, das erfolgreiche Team zu ändern und so stand gegen Saarbrücken die gleiche Startelf wie am letzten Sonntag auf dem Platz. Vor Torhüterin Brunner bildeten Kerstin Boschert und Jana Linke die Innenverteidigung, ihnen zur Seite standen Verena Faißt und Juliane Maier, das defensive Mittelfeld wurde von Jeanne Haag und Myriam Krüger besetzt, auf den offensiven Außenbahnen Martina Moser und Nadine Enoch, offensiv in der Mitte agierte Merza Julevic und davor als Sturmspitze Susanne Hartel. Mit einem Paukenschlag startete Saarbrücken in die Partie. Vom Anstoßpunkt weg bekam Lisa Schwab auf links den Ball, setzte sich durch und schlenzten das Spielgerät aus sehr spitzem Winkel in die Maschen des von Marisa Brunner gehüteten Tores (1:0, 1.). Doch das war es auch weitgehend, was in der ersten Halbzeit von Saarbrücken zu sehen war. Von da an nahmen die SC-Frauen das Spiel in Hand, zeigten sich völlig unbeeindruckt vom frühen Rückstand und erspielten sich einen massiven Feldvorteil und einige Chancen. Nach einem Freistoß von Juliana Maier, bekam Merza Julevic den Ball vor Torhüterin Romina Holz, brachte diese in Verlegenheit, schaffte es aber nicht, sie zu überwinden (9.). Kurz darauf brachte Julevic einen Ball in den Strafraum, Martina Moser zog ab, Holz konnte abklatschen lassen und Nadine Enoch setze nach und verwandelte zum 1:1-Ausgleich (10.).
In der Folge konnten drei weitere gute Chancen notiert werden, Susanne Hartel lupfte eine Hereingabe von Verena Faißt im Fallen übers Tor (14.); vier Minuten später setze sich Martina Moser auf engstem Raum an der Grundlinie durch und bediente Merza Julevic, die die Vorlage nicht verwerten konnte (18.); wiederum Hartel wurde von Kerstin Boschert steil geschickt, schoss aber direkt in die Arme von Holz (30.).
Kleinere Unsicherheiten in Freiburgs Defensive vermochte Saarbrücken nicht zu nutzen, lediglich einmal musste Myriam Krüger einen Schuss von Schwab zur Ecke klären. Nach einer guten halben Stunde war es dann soweit, das Anrennen wurde belohnt, Merza Julevic schob eine Hereingabe von Susanne Hartel cool an Holz vorbei in die Maschen (1:2, 31.).
Es war beeindruckend wie souverän die Breisgauerinnen auftraten, um so ärgerlicher, dass sie die Möglichkeiten nicht nutzten, um mit einem komfortableren Vorsprung in die Pause zu geben. Nach dem Führungstreffer bekam Kerstin Boschert am Elfmeterpunkt eine Ecke von Juliane Maier auf den Fuß, doch Boscherts wuchtiger Schuss konnte von Holz geklärt werden. Eine Schrecksekunde gab es noch, als Dani Bridges fünf Meter vor dem Tor frei zum Schuss kam, doch Marisa Brunner parierte glänzend.
Dramatisch wurde es nach dem Pausentee, Freiburg vermochte es nicht "einen Konter gescheit zu Ende zu spielen", wie Trainer Rommel nach dem Spiel konstatierte und Saarbrücken war ebenfalls nicht in die Lage, die sich bietenden Möglichkeiten zu verwerten. Vier Minuten nach Wiederanpfiff landete der Ball an Freiburgs Außennetz, drei Minuten später setze sich Merza Julevic schön im Mittelfeld durch, steckte den Ball zu Susanne Hartel, doch Romina Holz war schneller am Ball. Nach einer Stunde das gleiche Bild, gute Aktion von Julevic, Hartel kann wieder nicht verwerten. Mit einem Weitschuss versuchte sich Lisa Schwab in der 63. Spielminute, doch der Ball landete über Brunners Tor. Ein abgewehrter Freistoß von Juliane Maier fand den Weg vor die Füße von Martina Moser, die es aus rund 30 Metern einfach mal probierte, es wurde für Holz ein dankbarer Ball (66.). Aus ähnlicher Distanz versuchte es Moser vier Minuten später mit einem Freistoß, der Holz weit mehr in Verlegenheit brachte und gerade so über die Querlatte gelenkt werden konnte.
Saarbrücken brachte die zuletzt angeschlagene U20-Nationalspielerin Nadine Keßler (72.) und verstärkte die eigenen Angriffsbemühungen weiter. Und just zwei Minuten nach der Einwechslung tauchte Saarbrücken mit drei Spielerinnen alleine vor Marisa Brunner auf, doch die Präsenz der Schweizer Nationaltorhüterin veranlasste die Saarländerin wohl den Ball am langen Pfosten vorbei zu schieben. Rommel brachte Sandra Schmidt (81.), die mit ihrem ersten Ballkontakt die Riesenmöglichkeit hatte, mit dem 3:1 alles klar zu machen, doch der Ball fand den nur den Weg knapp am Tor vorbei. Den Schlusspunkt setze Marisa Brunner in der 89. Minute, als sie mit einer Glanztat Freiburgs Führung festhielt. Auf der Freiburger Bank atmete man ob des Schlusspfiffes der gut leitenden Schiedsrichterin Christina Janovek durchaus auf. FCS-Frauenfußballabteilungsleiter Haupenthal eröffnete mit den Worten "wir hätten das Spiel gewinnen müssen" die anschließende Pressekonferenz und bekam prompt und zu Recht Widerspruch von Freiburgs Trainer Günter Rommel "gewinnen können schon, müssen aber nicht. Die Mannschaft hat den Rückschlag des frühen Rückstandes schnell weggesteckt und in der ersten Halbzeit mehr als nur ein 2:1 machen müssen. Das 2:2 war in der zweiten Halbzeit nur eine Frage der Zeit, aber die Mädels haben gut dagegen gehalten, so dass der Sieg unterm Strich nicht unverdient war."
Winfried Klein, Saarbrücker Trainer war verständlicherweise "enttäuscht vom Spielausgang, aber nicht wie wir gespielt haben. Die Mädels haben alles gegeben und gekämpft, dafür ein großes Lob von mir. Am Ende hat Freiburg glücklich gewonnen." Die Auslosung zum Viertelfinale findet voraussichtlich am Montag, 17.11., statt, ausgespielt wird es am 21. Dezember. Zum nächsten Pflichtspiel reisen die SC-Frauen zur Bundesligapartie beim Hamburger SV erst am 30. November, das nächste Heimspiel im Möslestadion gegen den FCR 2001 Duisburg findet am 7. Dezember statt.
Statistik:
1. FC Saarbrücken
Holz - Hinsberger (84. Quatrana), Bridges, Leykauf (77. Vetterlein), Cronkrite, Schwab, Henning, Wagner, Blank, Igwe (72. Keßler), Kraus SC Freiburg:
Brunner - Maier, Boschert, Linke, Faißt - Krüger, Haag - Enoch (90.+3 Hummel), Julevic (90. Amann), Hartel (81. S. Schmidt), Moser Tore: 1:0 Schwaab (1.), 1:1 Enoch (10.), 1:2 Julevic (31.) Gelbe Karten: Cronkrite / Haag, Moser, Enoch
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Original-Pressemitteilung
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Artikel
vom 10.11.2008, 09:25 Uhr
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