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Volleyball: (VfB Friedrichshafen Volleyball GmbH)
 
Spannung, Emotionen – und ein Happy-End

3.300 Zuschauer und damit so viele wie noch nie in der Bundesligasaison 08/09 erlebten am Samstagabend einen echten Volleyballkrimi mit Happy-End. Mit 3:2 (25:23, 21:25, 25:17, 23:25, 15:10) gewann der VfB Friedrichshafen gegen Generali Haching und entschied damit das Duell des amtierenden Deutschen Meisters gegen den aktuellen Bundesliga-Spitzenreiter für sich
Stefan Mau, Manager des VfB Friedrichshafen, wollte seinen Augen kaum trauen. Weit mehr als eine Stunde vor Beginn der Begegnung der Begegnung VfB Friedrichshafen gegen Generali Haching füllte sich die Arena Friedrichshafen zusehends. Pünktlich zum Anpfiff des Duells zwischen dem amtierenden Deutschen Meister und dem aktuellen Spitzenreiter der Volleyball-Bundesliga war die Kulisse auf 3.300 Zuschauer angewachsen. Das ist Saisonrekord in der Volleyball-Bundesligisten – noch nie in dieser Saison hatte ein Klub die 3.000-er Grenze überschritten.
Die Zuschauer waren nicht nur zahlreich, sondern sorgten für eine tolle Atmosphäre, zu der die beiden Teams auf dem Spielfeld das Ihre beitrugen. Von Beginn an lieferten sich Friedrichshafen und Haching ein ebenso packendes wie emotionsgeladenes Spiel und ließen den Abend damit zu einem echten Erlebnis werden. Erst nach fast zwei Stunden endete der spannende Vergleich mit 3:2 (25:23, 21:25, 25:17, 23:25, 15:10) für Friedrichshafen. „Das Publikum heute war einfach supergeil“, sagte Georg Grozer. „Die Leute haben uns immer mehr angetrieben und uns zum Sieg getragen.“
Der Zweimetermann gehörte neben Lukas Tichacek, Sung-Min Moon, Joao José, Bendini, Idi und Thomas Kröger zu der Formation, die VfB-Cheftrainer Stelian Moculescu zu Spielbeginn auf das Feld schickte und dann über weite Strecken durchspielen ließ. Immer wieder setzte er mit brachialen Angriffen und Aufschlägen wirkungsvolle Akzente – auch wenn ihn vereinzelte Fehler vor allem selbst fast zur Verzweiflung zu treiben schienen. Mit 25 Zählern avancierte Grozer zum besten Punktesammler der Partie und erntete einmal mehr die Anerkennung seines Trainers. „Einen Spieler wie Georg, der bisher nur diagonal gespielt hat, in die Annahme zu stellen, ist ein großes Experiment“, sagte Moculescu. „Aber es kann sich auszahlen. Georg kann den Unterschied ausmachen. Wir müssen nur noch ein bisschen Geduld haben.“
Ein anderer Häfler, der der Begegnung seinen Stempel aufdrückte war José. In unwiderstehlicher Art und Weise vernatzte der Portugiese den Hachinger Block eines ums andere Mal und hatte am Schluss eine hervorragende Angriffsquote von 92 Prozent zu Buche stehen. Aber nicht nur das: Der Kapitän spielte gegen Haching einmal mehr seine Führungsqualitäten aus und hatte damit entscheidenden Anteil am Erfolg.
Dieser schien zu Beginn überraschend schnell zu kommen. 21:17 führte der VfB, ehe Haching aufholte, zum 23:23 ausglich, aber letztlich knapp den Kürzeren zog. Unter riesigem Jubel glichen die Bayern anschließend nach Sätzen aus, bekamen im dritten Durchgang jedoch von sehr gut servierenden Häflern ihre Grenzen aufgezeigt. Zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen entwickelte sich der vierte Durchgang, den letztendlich aber Haching zu seinen Gunsten entschied, dann allerdings nichts mehr zuzusetzen hatte. Im entscheidenden fünften Satz passte im Spiel der Häfler fast alles zusammen, die dafür letztlich den verdienten Lohn ernteten.
„Die Hachinger dachten, dass sie uns haben, aber hatten uns dann doch nicht“, sagte Moculescu, der seinem Team trotz fiebriger Grippe zur Seite stand und sich direkt nach dem Spiel auf den Heimweg machte, und resümierte. „Ich denke, wir haben verdient gewonnen.“ Hachings Trainer Mihai Paduretu zeigte sich enttäuscht. „Die Chance, Friedrichshafen zu schlagen, war heute da“, sagte er. „Leider haben wir es nicht geschafft, sie zu nutzen.“
Die weiteren Spiele des VfB Friedrichshafen Mi. 05.11.2008 18.00 Uhr CHL: PGE Skra Belchatow (POL) – VfB Friedrichshafen Sa. 08.11.2008 19.30 Uhr evivo Düren - VfB Friedrichshafen Do. 13.11.2008 20.15 Uhr CHL: VfB Friedrichshafen – Iskra Odintsovo (RUS)


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Artikel vom 03.11.2008, 08:19 Uhr
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